Huawei-Stipendium 2017 verliehen

Drei Studierende erhalten einen kostenlosen ÖJAB-Wohnheimplatz

Zum sechsten Mal wurde am 12. Dezember 2017 das Huawei-Stipendium vergeben. Huawei, einer der weltweit führenden Hersteller von Telekommunikationslösungen, und die ÖJAB (Österreichische Jungarbeiterbewegung) unterstützen damit Studierende, die für ihre Ausbildung ihre Heimatregion verlassen müssen.

Neu, aufregend, herausfordernd: Seinen Heimatort zu Ausbildungszwecken zu verlassen bedeutet auch, auf gewohnte Strukturen und soziale Netzwerke zu verzichten. Muss man sich dann auch noch Sorgen über die Finanzierung einer Bleibe machen, lastet ein enormer Druck auf jungen Talenten. Genau hier setzt das österreichweite Huawei-Stipendium an: Seit 2012 wird es jährlich an jeweils drei sozial bzw. finanziell benachteiligte Studierende und Schüler/innen vergeben. Wer das Stipendium erhalten will, muss aber mehr vorweisen können als nur aus der Heimatregion weggezogen zu sein: Neben einem Nachweis des finanziellen Bedarfs und guten Lern- bzw. Studienerfolgen gilt es, eine Experten-Jury (bestehend aus Vertretern von Huawei und ÖJAB) mit einem Aufsatz zu einem vorgegebenen Thema zu überzeugen. Eine Mühe, die sich jedenfalls lohnt: Schließlich unterstützt Huawei die drei Gewinner/innen mit einem kostenlosen Wohnheimplatz für ein Jahr in einem ÖJAB-Haus an den Standorten Wien, Graz, Salzburg, Eisenstadt, Krems/Donau, Mödling oder Bad Gleichenberg.

(K)ein Kinderspiel

„In Österreich wünschen sich Kinder meist im Alter von 8-9 Jahren ihr erstes eigenes Smartphone. In welchem Lebensabschnitt beginnt deiner Meinung nach der verantwortungsvolle Umgang mit neuen Medien? Sollte der Umgang mit ihnen zum Schulfach werden?“ So lautete das Essay-Thema in diesem Jahr. Eine Vielzahl an Bewerbern hat sich damit auseinandergesetzt. Drei von ihnen konnten die Jury schließlich mit ihren Gedanken und Ansätzen sowie in sämtlichen Anforderungspunkten des Stipendiums überzeugen: Laura Kast (23, Global Studies, Graz), Johannes Obernhuber (23, Tonmeisterstudium, Wien) und Mehmet Tankir (26, Doktoratsstudium PädagogInnenbildung, Salzburg). Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Wiener ÖJAB-Haus Johannesgasse wurde ihnen eine Wohngutschrift im Wert von jeweils 3.000 Euro übergeben.

Kooperation in der Verlängerung

Die Verleihung der Stipendien erfolgte durch PAN Yao (Mitglied der Geschäftsführung Huawei) und Josef Wimmer (stellvertretender Geschäftsführer ÖJAB). Aufgrund des großen Erfolgs der Kooperation haben Huawei und ÖJAB den Vertrag um weitere zwei Jahre verlängert.
„Mit unserer langfristigen Bildungsinitiative, der Huawei University, wollen wir junge Talente fördern. Und die gibt es in großer Zahl, wie die vielen, qualitativ hochwertigen Einreichungen zeigen. Wir sind stolz, mit dem Huawei-Stipendium finanzielle Unterstützung leisten zu können – und werden das auch weiterhin tun. Schließlich sind gut ausgebildete Nachwuchskräfte unsere Zukunft“, so PAN. 

Auch seitens der ÖJAB, einer der größten gemeinnützigen Heimträgerorganisationen für junge Menschen in Österreich, freut man sich über die andauernde Zusammenarbeit: „In unseren gemeinnützig geführten Wohnheimen finden junge Menschen seit über 70 Jahren eine leistbare Unterkunft am Ausbildungsort. Sie schließen dort neue Freundschaften und formen ihren weiteren Lebensweg. Internationalität ist uns wichtig: Unsere Bewohnerinnen und Bewohner kommen aus verschiedenen Teilen der Welt und aus unterschiedlichen Lebenssituationen. Auch in der internationalen Bildungsarbeit, Flüchtlingshilfe und Entwicklungszusammenarbeit ist die ÖJAB aktiv. Wir sind sehr froh, dass sich Huawei als weltweit tätiges Unternehmen der sozialen Verantwortung im Bildungsbereich bewusst ist und unsere Studierenden mit Stipendien unterstützt“,
sagt ÖJAB-Geschäftsführerin Dr. Monika Schüssler.